Grafenau
KI-Konzeptin den Schulamtsbezirken Regen (REG) und Freyung-Grafenau (FRG)
Künstliche Intelligenz an unserer Mittelschule · Klassen 5–10
Präambel
Arbeitsvorlage für die Klassen 5–10: Dieses Konzept wird von der jeweiligen Mittelschule in Freyung-Grafenau (FRG) oder Regen (REG) geprüft, ausgefüllt und beschlossen. Es ist kein Erlass der Schulämter. Die markierten Praxisbeispiele sind eigene, fiktive Vorschläge. Produktnennungen sind keine automatische schulische Freigabe.
Künstliche Intelligenz begegnet Jugendlichen bei der Suche nach Informationen, in sozialen Medien, beim Übersetzen und zunehmend beim Lernen und bei der Berufsorientierung. Die Mittelschule begleitet sie dabei, solche Angebote zu verstehen, Ergebnisse zu prüfen und Verantwortung für die eigene Arbeit zu übernehmen. Unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Sprachkenntnisse und technische Möglichkeiten werden berücksichtigt.
Lesen, Schreiben, Rechnen, fachliches Verstehen und praktisches Handeln bleiben unverzichtbar. Zugleich üben die Schülerinnen und Schüler einen begründeten Umgang mit KI: zunächst eng angeleitet in Klasse 5/6, zunehmend reflektiert in Klasse 7/8 und selbstständiger innerhalb klarer Regeln in Klasse 9/10. Eine Jahrgangsstufe ersetzt weder die Prüfung der Nutzungsbedingungen noch eine schulische Freigabe.
Eine Lernaufgabe – drei Schritte
In Klasse 7 berechnen die Lernenden zuerst selbst einen Preisnachlass. Im freigegebenen schulischen KI-Zugang lassen sie sich anschließend einen Hinweis geben. Zum Schluss lösen sie eine ähnliche Aufgabe ohne KI und erklären den Rechenweg. Erst dieser Transfer zeigt, ob die Hilfe das Verständnis gefördert hat.
Orientierung bieten der bayerische Handlungsleitfaden und die Hinweise des Kultusministeriums, der LehrplanPLUS Mittelschule sowie die didaktischen Modelle aus der Referenz. Die Unterrichtsbeispiele und die Jahrgangsprogression sind schulische Gestaltungsvorschläge, keine wörtlichen Lehrplanvorgaben.
Geltungsbereich und Verbindlichkeit. Nach schulspezifischer Prüfung und Beschluss gilt das Konzept für Unterricht, Ganztag und schulische Projekte, einschließlich Regelklassen und der an der Schule geführten M-Klassen. Beschluss durch am ; Beteiligung des Elternbeirats am . Die Beteiligungsrechte der Schulgemeinschaft sind zu beachten. Die Vorlage allein begründet keinen Beschluss.
Auf einen Blick – das Wichtigste für Eltern
- Dürfen die Schülerinnen und Schüler KI selbst nutzen?
- Ja, wenn die Lehrkraft den Einsatz für die Aufgabe erlaubt und ein passender schulischer Zugang freigegeben ist. In Klasse 5/6 wird eng begleitet; in Klasse 7–10 wächst die Eigenverantwortung. Private Konten und kostenpflichtige Abos werden nicht vorausgesetzt.Beispiel: In Klasse 6 arbeitet eine Zweiergruppe zeitlich begrenzt im freigegebenen Lernraum und hält einen geprüften Hinweis im Heft fest.
- Wofür wird KI eingesetzt?
- Zum Erklären, Üben, Überarbeiten und Prüfen – mit einem klaren Lernziel. Lehrkräfte können Materialentwürfe differenzieren. In höheren Klassen kommen Bewerbungstraining und die kritische Auseinandersetzung mit KI in der Arbeitswelt hinzu.Beispiel: Eine Schülerin formuliert zuerst selbst Argumente und prüft anschließend, ob ein KI-Gegenargument sachlich trägt.
- Was lernen die Jugendlichen über KI?
- Sie lernen, wie solche Systeme vereinfacht funktionieren, warum Fehler und einseitige Antworten entstehen können, wie man Quellen prüft und welche Daten geschützt werden müssen.Beispiel: Ein angeführtes Buch wird im Katalog gesucht. Ist es nicht nachweisbar, wird es nicht als Beleg übernommen.
- Was bleibt eigene Leistung?
- Verstehen, entscheiden, begründen und üben. Lernende müssen die abgegebene Arbeit erklären können und dokumentieren erlaubte KI-Hilfe. Regelmäßige Phasen ohne KI sichern die Grundkompetenzen.Beispiel: Nach einem KI-Hinweis löst der Schüler eine zweite Gleichung ohne Hilfe und erklärt seine Schritte.
- Was gilt für Hausaufgaben und Prüfungen?
- Die Lehrkraft benennt vorher, ob KI ausgeschlossen, als begrenzte Hilfe oder als Gegenstand der Aufgabe zugelassen ist. Für Leistungsnachweise und Abschlussprüfungen gelten die verbindlich festgelegten Hilfsmittel. Ein Übungszugang ist keine Prüfungserlaubnis.Beispiel: Bei der Hausaufgabe sind Verständnisfragen erlaubt, fertige KI-Lösungen zum Abschreiben nicht. In einer Prüfung gelten allein die dort zugelassenen Hilfsmittel.
- Welche Daten dürfen eingegeben werden?
- In allgemeine KI-Dienste gehören keine persönlichen oder vertraulichen Angaben. Bei schulischen Systemen sind nur die für den freigegebenen Zweck vorgesehenen Daten zulässig. Ein Deckname allein macht Informationen nicht anonym.Beispiel: Eine Bewerbung wird mit fiktiven Angaben geübt. Echte Adresse, Zeugnis und Unterschrift werden nicht hochgeladen.
- Wer hilft bei Problemen?
- Klassenleitung, , Beratungslehrkraft und Schulleitung sind ansprechbar. Bei belastenden oder gefälschten Inhalten wird Unterstützung angeboten.Beispiel: Ein beleidigender KI-Clip wird nicht weiterverbreitet. Die betroffene Person wendet sich vertraulich an eine Lehrkraft.
1Unsere Schule und ihre Ausgangslage
1.1 Beschreibung der Schule
Muster für die Schulbeschreibung – durch echte Angaben ersetzen
„Unsere Mittelschule im Schulamtsbezirk FRG oder REG führt Regelklassen und gegebenenfalls M-Klassen. Sprachförderung, Berufsorientierung und selbstständiges Lernen sind Schwerpunkte. KI wird für begrenzte Lernaufgaben eingeführt; fachliches Üben, praktisches Arbeiten und persönliche Beratung bleiben wesentlich.“ Nur tatsächlich vorhandene Angebote übernehmen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Schulart | Mittelschule, Jahrgangsstufen 5–10; Klasse 10 entsprechend dem örtlichen Bildungsangebot. Beispiel: Eine Schule ohne eigene 10. Klasse beschreibt ihren Anschluss im Mittelschulverbund, statt einen M-Zug zu behaupten. |
| Schülerinnen und Schüler | Beispiel: Nur Gesamtzahlen verwenden; keine Namenslisten in das veröffentlichte Konzept aufnehmen. |
| Lehrkräfte / pädagogisches Personal | Beispiel: Lehrkräfte, Ganztag und Jugendsozialarbeit getrennt benennen, soweit vorhanden. |
| Standort | , Beispiel: Schulamtsbezirk Freyung-Grafenau (FRG) oder Regen (REG) und ggf. Mittelschulverbund ergänzen. |
| Digitale Ausstattung | Beispiel: Ein geteilter Gerätesatz ermöglicht Partnerarbeit; ein privates Smartphone ist keine Voraussetzung. |
| Bestehende Konzepte | Beispiel: Das KI-Konzept verweist auf die vereinbarten Regeln zu Quellenangaben und auf den bestehenden Meldeweg bei Cybermobbing. |
1.2 Ausgangslage: KI im Leben unserer Lernenden
Vorerfahrungen können stark auseinanderliegen. Wir erheben sie ohne Kontrolle privater Konten oder Chatverläufe. Für Hintergrunddaten können die KIM- und JIM-Studien des mpfs herangezogen werden: KIM untersucht 6- bis 13-Jährige, JIM 12- bis 19-Jährige. Bundesweite Ergebnisse sind keine Bestandsaufnahme unserer Schule.
- Unterricht und Vorbereitung: Beispiel: Ein Jahrgangsteam vergleicht bei einer Übung mit KI-Hinweisen die anschließenden selbstständigen Lösungswege.
- Kollegium: Beispiel: Namenlose Kurzabfrage: Wer braucht Unterstützung bei Quellenprüfung, Aufgabendesign oder Datenschutz?
- Eltern: Beispiel: Am Elternabend werden Regeln zu Hausaufgabenhilfe, privaten Abos und gefälschten Bildern besprochen.
- Lernende: Beispiel: Im Klassenrat werden freiwillig Einsatzideen gesammelt, ohne private Prompts oder Konten vorzeigen zu müssen.
1.3 Gesetzlicher und bildungspolitischer Rahmen
- Bayerische Hinweise zu KI in Schule und Unterricht und der dort verlinkte Handlungsleitfaden: Auswahl, Prüfung und pädagogisch begründeter Einsatz.
- LehrplanPLUS Mittelschule: fachliche Lernziele sowie Medienbildung/Digitale Bildung und berufliche Orientierung. Beispiel: Deutsch: eine Behauptung begründen; Mathematik: Lösungswege erklären; Wirtschaft und Beruf: Berufsinformationen bewerten.
- Datenschutz, KI-Verordnung und bayerisches Schulrecht gelten nebeneinander. Die konkreten Zugänge und Einsatzbedingungen werden vor Ort geprüft; Kapitel 6 enthält das Prüfraster.
- Schulisches Medien- und Schutzkonzept, Regelungen zu Leistungsnachweisen und Beschlüsse der zuständigen Gremien. Beispiel: Für einen Lernraum werden Zweck, Altersstufe, Verantwortliche und erlaubte Funktionen festgehalten.
2Pädagogische Grundhaltung und das PRISMA-Modell
KI soll fachliches Lernen unterstützen. Wir fragen deshalb vor jeder Erprobung: Was können die Lernenden danach selbst besser? Die sechs PRISMA-Perspektiven der Referenz dienen als gemeinsames Prüfraster; ihre Ausgestaltung wird hier auf die Mittelschule übertragen.
PRISMA-Raster aus der Grundschul-Referenzvorlage; dort Felix Urban zugeschrieben. Fragen und Beispiele dieser Fassung sind für die Mittelschule neu formuliert.
2.1 Doppelte Verantwortung der Mittelschule
3KI im Unterricht – didaktische Einbettung
Vom angeleiteten Erproben zum verantwortlichen Arbeiten: KI wird nur für klare Aufgaben und über freigegebene Zugänge genutzt. Klasse 5/6: kurze, eng begleitete Schritte. Klasse 7/8: begrenzte Nutzung mit Prüfung und Dokumentation. Klasse 9/10: zunehmend selbstständige Auswahl und kritische Reflexion. Die Lehrkraft legt Umfang und Grenzen fest.
3.1 Grundsätze des KI-Einsatzes
- Lernziel vor Werkzeug: Jede Aufgabe benennt, was eigenständig gelernt werden soll.Beispiel: Bei einer Erörterung bleiben Position und Begründung bei den Lernenden; KI darf höchstens Rückfragen stellen.
- Eigener Versuch zuerst: Vor KI-Hilfe stehen eigene Ideen, Rechnung oder Textentwurf.Beispiel: Die Gruppe notiert ihre Vermutung zu einem Experiment, bevor sie eine Erklärung abgleicht.
- Hinweise vor Komplettlösungen: Unterstützung wird schrittweise angefordert.Beispiel: „Gib mir nur einen Hinweis zum nächsten Umformungsschritt und warte auf meine Antwort.“
- Prüfen und kennzeichnen: Fakten, Rechnungen und Quellen werden kontrolliert; erlaubte KI-Hilfe wird dokumentiert.Beispiel: Eine Gruppe nennt Werkzeug, Zweck und eine Stelle, die sie korrigiert hat.
- Gleiche Lernchancen: Kein privates Abo und kein eigenes Gerät sind Voraussetzung; eine gleichwertige Alternative steht bereit.Beispiel: Ein gedruckter Hilfekarten-Satz ermöglicht dieselbe Aufgabe ohne KI.
- Lehrkraft bleibt verantwortlich: Die pädagogische Bewertung wird nicht an ein System abgegeben.Beispiel: Eine KI-Rückmeldung zu einem Übungstext wird geprüft und kann verworfen werden; die Note legt die Lehrkraft fest.
3.2 Einsatzszenarien in der Mittelschule
| Szenario | Beschreibung und Praxis |
|---|---|
| Deutsch · Klasse 5/6 | Sachtexte verstehen, Wortschatz erweitern, Schreibideen ordnen. Die Lehrkraft prüft differenzierte Texte.Beispiel: Zwei Fassungen eines Textes über den Bayerischen Wald enthalten dieselben Kernaussagen. Lernende lesen, markieren Belege und formulieren eine eigene Zusammenfassung. |
| Mathematik · Klasse 5/6 | Rechenwege versprachlichen und Fehler erklären; grundlegende Verfahren ohne KI üben.Beispiel: Eine Musterlösung behauptet: 3/4 + 1/2 = 4/6. Mit Bruchstreifen wird auf 5/4 korrigiert und der Fehler erklärt. |
| Mathematik · Klasse 7/8 | Prozentrechnung und proportionale Zusammenhänge mit gestuften Hilfen bearbeiten.Beispiel: Ein Artikel kostet 80 €. Nach 15 % Rabatt sind 68 € zu zahlen. Erst selbst rechnen, dann den KI-Hinweis prüfen und eine neue Aufgabe ohne Hilfe lösen. |
| Deutsch / Englisch · Klasse 7/8 | Rückfragen zu Argumenten und begrenzte sprachliche Rückmeldung; die Überarbeitung entsteht selbst.Beispiel: Ein schulischer Lernpartner führt einen kurzen englischen Einkaufsdialog. Danach spielen zwei Lernende den Dialog ohne Gerät nach. |
| GPG / NT · Klasse 7–10 | Behauptungen, Quellen und Erklärungen vergleichen; Beobachtung und Experiment bleiben zentral.Beispiel: Eine KI erklärt einen physikalischen Versuch. Die Gruppe vergleicht die Erklärung mit Messwerten und Schulbuch statt mit einer zweiten KI-Antwort. |
| Wirtschaft und Beruf · Klasse 8–10 | Berufe recherchieren, Bewerbungsgespräche üben und den Wandel der Arbeitswelt untersuchen.Beispiel: Für ein fiktives Praktikum in einem Handwerksbetrieb in FRG oder REG werden Interviewfragen geübt. Tatsächliche Anforderungen werden bei einem realen Betrieb oder in offiziellen Berufsinformationen geprüft. |
| Berufsorientierende Fächer · Klasse 7–10 | Planungen in Technik, Ernährung und Soziales oder Wirtschaft und Kommunikation vergleichen; fachliche und praktische Prüfung ist nötig.Beispiel: Eine KI schlägt einen Arbeitsplan vor. Das Team prüft Reihenfolge und Materialbedarf. Maschinenbedienung, Sicherheitsregeln und Hygiene werden nicht aus KI-Ausgaben übernommen. |
| Prüfungsvorbereitung · Klasse 9/10 | Fehleranalyse, Übungsplanung und Hinweise; regelmäßig vollständige Bearbeitung ohne KI.Beispiel: Nach dem Üben des Satzes des Pythagoras rechnet die Schülerin eine neue Aufgabe unter den vorgesehenen Prüfungsbedingungen. Der Übungschat darf in der Prüfung nicht automatisch genutzt werden. |
| Sprachförderung / Inklusion | Erklärungen, Satzstarter und geeignete assistive Technik passend zum Lernziel auswählen.Beispiel: Ein Fachwort erhält eine kurze Erklärung und einen Beispielsatz. Ein bewilligter Nachteilsausgleich wird individuell beachtet; Vorlesen ist nicht automatisch generative KI. |
| Vorbereitung durch Lehrkräfte | Material differenzieren, Aufgaben und Lösungsvorschläge erstellen; fachlich nachprüfen.Beispiel: Ein freigegebener ByCS-Zugang unterstützt einen Aufgabenentwurf. Die Lehrkraft kontrolliert jede Rechnung und passt das Niveau an die Lerngruppe an. |
Direkt ausprobieren: drei Arbeitsaufträge
Nur im freigegebenen schulischen Zugang, mit zulässigen Eingaben und Kontrolle durch die Lehrkraft. Die Muster sind eigene Unterrichtsvorschläge.
1 · Erklären und prüfen, Klasse 5/6
Erkläre den Unterschied zwischen Fläche und Umfang an einem Rechteck. Verwende kurze Sätze und ein Beispiel mit 6 cm Länge und 4 cm Breite. Stelle mir danach eine Kontrollfrage. Warte auf meine Antwort, statt die Aufgabe für mich zu lösen.
Prüfen: Fläche 24 cm², Umfang 20 cm; Einheiten unterscheiden. Transfer: Ein anderes Rechteck ohne KI bearbeiten.
2 · Bewerbungsgespräch üben, Klasse 8/9
Übe mit mir ein Gespräch für einen fiktiven Praktikumsplatz in einem Handwerksbetrieb. Frage einzeln nach Interesse, Stärken und Zusammenarbeit. Fordere konkrete Beispiele. Erfinde keine Kenntnisse oder Erfahrungen für mich. Verwende keine echten Namen, Adressen oder Betriebsdaten.
Prüfen: Passt die Antwort zu den eigenen Erfahrungen? Transfer: Gespräch mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler ohne Gerät führen.
3 · Gleichungen üben, Klasse 9/10
Ich übe lineare Gleichungen. Gib mir eine passende Aufgabe und warte auf meinen Lösungsversuch. Bei einem Fehler gib zunächst nur einen Hinweis. Löse nicht sofort vollständig. Stelle anschließend eine ähnliche Aufgabe, die ich alleine bearbeite.
Prüfen: Jeden Schritt selbst nachvollziehen und die Lösung durch Einsetzen kontrollieren. Das Niveau wird an Regel- bzw. M-Klasse angepasst.
3.3 Was wir bewusst nicht tun
- Keine Nutzung nicht freigegebener Zugänge und kein Umgehen von Alters- oder Kontoregeln.Beispiel: Ein privater Lehreraccount wird nicht an eine Gruppe weitergegeben; stattdessen wird ein zulässiger schulischer Zugang eingerichtet.
- Keine KI-Texte, Rechnungen oder Praktikumsberichte als ungekennzeichnete Eigenleistung.Beispiel: Tatsächliche Beobachtungen aus dem Praktikum schreibt die Schülerin selbst; eine KI erfindet keine Tätigkeiten.
- Keine automatische Notenvergabe oder Entscheidung über Schullaufbahn und Förderung nach diesem Konzept.Beispiel: Ein KI-Feedback ist höchstens ein zu prüfender Hinweis im Üben, kein verbindliches Urteil.
- Keine realen Schülerporträts oder Stimmen für täuschende, verletzende oder bloßstellende KI-Produkte.Beispiel: Für eine Medienanalyse wird ein unbedenkliches, klar gekennzeichnetes Beispiel verwendet, nicht das Gesicht einer Person aus der Klasse.
3.4 Unsere KI-Regeln für Schülerinnen und Schüler
So gehen wir mit KI um – Klassen 5–10
- 1KI ist ein Werkzeug, kein Mensch. Ein freundlicher Chat ersetzt keine verlässliche menschliche Beratung.Beispiel: Bei einem persönlichen Problem spreche ich mit einer vertrauten Person.
- 2Ich prüfe Antworten und Quellen. Überzeugend klingende Aussagen können falsch sein.Beispiel: Eine Rechnung prüfe ich selbst; eine Quelle öffne und lese ich.
- 3Ich schütze persönliche Daten. Keine privaten Fotos, Stimmen, Adressen, Zeugnisse oder vertraulichen Angaben eingeben.Beispiel: Für eine Übungsbewerbung verwende ich erfundene Daten.
- 4Ich respektiere andere. Keine gefälschten Bilder oder Stimmen zur Täuschung oder Bloßstellung.Beispiel: Ein verletzendes Video teile ich nicht und hole Hilfe.
- 5Meine Leistung bleibt erkennbar. Ich halte mich an die Aufgabenregel und kennzeichne erlaubte KI-Hilfe.Beispiel: Ich notiere: „KI für Rückfragen genutzt; Argumentation selbst verfasst.“
- 6Ich nutze nur erlaubte Zugänge. Ich beachte Zweck, Zeitrahmen und die Regeln der Lehrkraft.Beispiel: Nach einem Hinweis schließe ich den Chat und löse eine neue Aufgabe selbst.
Als Klassenposter einsetzen. In Klasse 5/6 gemeinsam an Beispielen erarbeiten; in höheren Klassen auf Fachaufgaben und Berufsorientierung übertragen.
4Was Schülerinnen und Schüler über KI lernen
Das schulische Curriculum verbindet Fachlernen, Medienkritik und Handlungsfähigkeit. Es berücksichtigt Regelklassen, M-Klassen sowie unterschiedliche sprachliche und fachliche Voraussetzungen. Die folgenden Bausteine sind ein Vorschlag zur Verteilung; das Jahrgangsteam ordnet sie den tatsächlich unterrichteten Fachinhalten zu.
4.1 Die fünf Dimensionen – in der Mittelschule
Fünf Perspektiven des Lernens in Anlehnung an Joscha Falck; eigene Beispiele. Bezug: KI-Kompetenzen für Lehrende und Lernende.
4.2 Kompetenzbereiche für die Klassen 5–10
Adaptiert nach Susanne Alles, Joscha Falck, Manuel Flick und Regina Schulz: KI-Kompetenzen für Lehrende und Lernende. Die Aufgaben und Jahrgangszuordnung sind eine eigene schulische Konkretisierung; kein unverändert übernommenes Kompetenzraster.
4.3 Der KI-Kompetenzpass – schrittweise von Klasse 5 bis 10
Der Kompetenzpass ist ein schulinternes Lernportfolio, kein amtlicher Nachweis und keine automatische Nutzungserlaubnis. Er dokumentiert, was Lernende erklären, prüfen und selbst leisten können. Ein Produktkonto oder ein bestimmtes Gerät ist dafür nicht erforderlich.
- Grundlagen: ein KI-Beispiel erklären und Mensch und System unterscheiden.Beispiel: Ein Schüler beschreibt, warum ein Chat freundlich wirken kann, ohne eine Freundschaft zu ersetzen.
- Sicher handeln: persönliche Daten erkennen und einen passenden Meldeweg nennen.Beispiel: Eine fiktive Bewerbung wird auf unnötige persönliche Angaben geprüft.
- Gezielt unterstützen lassen: einen Auftrag formulieren und Hilfe begrenzen.Beispiel: Eine Schülerin fordert nur eine Rückfrage zu ihrer Argumentation an.
- Prüfen: eine Aussage mit einer geeigneten unabhängigen Quelle oder Rechnung belegen.Beispiel: Eine genannte Ausbildungsanforderung wird in der Originalausschreibung überprüft.
- Dokumentieren und übertragen: Eigenanteil benennen und eine neue Aufgabe ohne KI lösen.Beispiel: Im Portfolio stehen Arbeitsauftrag, erlaubte Hilfe, Korrektur und ein kurzer selbstständiger Transfer.
4.4 Aufbau nach Jahrgangsstufen
| Jahrgang / Bereich | Kompetenzen und sichtbares Lernergebnis |
|---|---|
| Klasse 5 | KI im Alltag, persönliche Daten, Unterschiede zwischen Mensch und System; gemeinsame Prüfung vorbereiteter Antworten.Beispiel: Ein falscher Bruchrechenweg wird mit Material überprüft. Ergebnis: eine eigene Erklärung und eine Datenregel. |
| Klasse 6 | Präzise Fragen, Quellenvergleich und erste eng begleitete Nutzung eines passenden schulischen Zugangs.Beispiel: Eine Zweiergruppe verbessert eine unklare Frage, prüft die Antwort im Schulbuch und benennt eine Grenze der KI. |
| Klasse 7 | Begrenzte Lernhilfe, Dokumentation und Erkennen von Einseitigkeit; eigenes Fachwissen als Maßstab.Beispiel: Zuerst Prozentaufgaben selbst bearbeiten, danach nur Hinweise anfordern; abschließend eine Transferaufgabe lösen. |
| Klasse 8 | Bewerbung und Praktikum, Medienmanipulation und verantwortliches Handeln; Ergebnisse systematisch prüfen.Beispiel: Ein fiktives Bewerbungsschreiben wird auf unbelegte Behauptungen geprüft. Ein Gespräch wird anschließend ohne Gerät geübt. |
| Klasse 9 | Quali-Vorbereitung, Berufswahl und eigenständige Dokumentation; Hilfsmittelgrenzen sicher kennen.Beispiel: Ein Übungsplan enthält KI-gestützte Fehlerbesprechung und vollständige Probedurchläufe ohne KI. |
| Klasse 10 | Vorbereitung auf den mittleren Schulabschluss, vertiefte Quellenkritik und begründete Werkzeugwahl.Beispiel: In einem Projekt zur KI in der Arbeitswelt werden Originalquellen verglichen und Grenzen der eigenen Recherche erläutert. |
| Ganztag / Förderung | Dieselben Regeln und dokumentierten Zugänge wie im Unterricht; abgestimmte Hilfe und Alternativen.Beispiel: Eine Betreuungskraft nutzt nur die für die Aufgabe erlaubte Hilfe und fragt bei unklarer Freigabe die zuständige Lehrkraft. |
5Hausaufgaben, Leistungsnachweise und Prüfungen
Eigenständigkeit bedeutet, die eigene Arbeit erklären und verantworten zu können. Vor jeder Aufgabe werden erlaubte Hilfen und die geforderte Dokumentation geklärt. Unterrichtliche Erprobung, häusliches Üben und Prüfungssituationen werden klar unterschieden.
5.1 Regelungen
| Format | Regelung und Beispiel |
|---|---|
| Hausaufgaben | Die Lehrkraft benennt eine von drei Regeln: ohne KI; KI nur für benannte Hilfen; KI ausdrücklich Bestandteil der Aufgabe. Fehlt eine Freigabe, wird vor Nutzung nachgefragt.Beispiel: Erlaubt: einen Begriff erklären lassen. Nicht erlaubt: den verlangten eigenen Text vollständig erzeugen und als eigene Leistung abgeben. |
| Schriftliche / mündliche Leistungsnachweise | Es gelten die vorher bekanntgegebenen zulässigen Hilfsmittel und die schulrechtlichen Vorgaben. KI ist kein allgemein zugelassenes Hilfsmittel.Beispiel: Ein im Unterricht verwendeter Chatbot bleibt beim schriftlichen Nachweis geschlossen, wenn er dort nicht zugelassen ist. |
| Quali und mittlerer Schulabschluss | Maßgeblich sind die aktuellen verbindlichen Prüfungsbestimmungen und Hilfsmittelvorgaben. Ein Schulkonzept kann diese nicht erweitern.Beispiel: Die Klasse übt vor der Prüfung mit den tatsächlich zugelassenen Hilfsmitteln. Auch auf einem erlaubten Gerät ist nicht jede Funktion erlaubt. |
| Referate, Projekte, Präsentationen | Erlaubte KI-Anteile, Quellen, Prozessdokumentation und Eigenleistung werden vorab festgelegt.Beispiel: Bewertet werden neben dem Produkt eine eigene Begründung und das Fachgespräch. Alle Teammitglieder erläutern ihren Beitrag. |
| Bewerbung / Praktikumsbericht | Tatsächliche Erfahrungen werden selbst beschrieben. Erlaubte Formulierungshilfe darf keine Fähigkeiten oder Tätigkeiten erfinden.Beispiel: Aus einer selbst notierten Beobachtung entsteht ein eigener Absatz. Betriebsgeheimnisse, Kundendaten und Personalinformationen bleiben geschützt. |
| Feedback und Benotung | Übungsfeedback eines freigegebenen Systems wird kritisch geprüft. Die abschließende Bewertung bleibt bei der Lehrkraft.Beispiel: Eine Rückmeldung lobt ein sachlich falsches Argument. Die Lernenden korrigieren es anhand einer Quelle und besprechen es mit der Lehrkraft. |
| Nachteilsausgleich / Unterstützung | Individuell bewilligte Hilfen und geltende Regelungen bleiben maßgeblich. Eine KI-Anwendung wird nicht eigenmächtig als Ersatz eingesetzt.Beispiel: Eine zugelassene Vorlesehilfe erlaubt nicht automatisch eine generative Antwortfunktion. |
5.2 Kennzeichnung und Eigenleistung
Bei erlaubter KI-Nutzung wird knapp und nachvollziehbar dokumentiert. Ein Chatverlauf ersetzt keine Quellenangabe. Es werden nur die für die Dokumentation nötigen Ausschnitte ohne persönliche oder vertrauliche Daten festgehalten.
Vorlage: „So habe ich KI genutzt“
Werkzeug / Datum / erlaubter Zweck:Meine eigene Vorarbeit:
Wesentliche Eingabe und verwendeter KI-Anteil:
So habe ich Fakten, Quellen oder Rechnung geprüft:
Das habe ich verändert oder verworfen:
Das kann ich jetzt ohne KI erklären:
Ausgefülltes Beispiel – Klasse 9
Zweck: Rückfragen für ein fiktives Bewerbungsgespräch. Vorarbeit: eigene Stärken mit Beispielen gesammelt. KI-Anteil: drei Interviewfragen. Prüfung: Anforderungen mit einer tatsächlichen Stellenbeschreibung verglichen. Verworfen: eine Antwort mit erfundener Berufserfahrung. Eigenleistung: Antworten selbst formuliert und im Rollenspiel frei erläutert.
5.3 Wenn Zweifel an der Eigenständigkeit entstehen
Gespräch ohne vorschnelle Unterstellung
„Erkläre mir, wie du zu diesem Argument gekommen bist. Welche Quelle hast du tatsächlich gelesen? Was war dein eigener Entwurf?“ Eine vergleichbare kurze Aufgabe im Unterricht kann fachliches Verständnis sichtbar machen. Ein sprachlicher Unterschied allein beweist keine Täuschung.
6Datenschutz, Jugendmedienschutz, Recht und Ethik
Schutz und Verantwortung gelten in jedem Alter. Persönliche und vertrauliche Angaben werden nicht in allgemeine KI-Dienste eingegeben. Schulische Systeme dürfen nur im dokumentierten Rahmen verwendet werden. Private Accounts, eine EU-Serveradresse oder ein Deckname ersetzen keine schulische Prüfung.
6.1 Datenschutz und Freigabe
- Zugang und Altersstufe prüfen: Nutzungsbedingungen, schulische Zugangsart und erlaubte Funktionen werden vor dem Einsatz geklärt. Es gibt keine pauschale Freigabe „ab Klasse 7“.Beispiel: Ein freigegebener schulischer Lernraum wird für eine begrenzte Aufgabe geöffnet; ein privates Konto wird nicht verlangt.
- Daten minimieren: Keine privaten Adressen, Zeugnisse, Gesundheitsangaben, Fotos, Stimmen oder vertraulichen Praktikumsdaten in allgemeine Dienste.Beispiel: Eine Übungsbewerbung nutzt fiktive Angaben; echte Kontaktdaten werden erst lokal ergänzt.
- Rechtsgrundlage klären: Schulische Verantwortliche prüfen Zweck, zulässige Datenverarbeitung und notwendige Information. Wird eine Einwilligung benötigt, muss sie wirksam, freiwillig und widerrufbar sein.Beispiel: Für ein freiwilliges Zusatzangebot gibt es eine gleichwertige Alternative ohne Nachteile.
- Verträge und Datenflüsse prüfen: Bei Auftragsverarbeitung ist eine Vereinbarung nach Art. 28 DSGVO erforderlich. Pseudonymisierte Daten können weiterhin personenbezogen sein.Beispiel: Auch mit „Lernende17“ bleibt ein Lernstand zuordenbar, wenn die Schule eine Zuordnungsliste besitzt.
- Dokumentation und Schutz: Verarbeitungstätigkeiten, Zugriffe und Löschregeln werden dokumentiert; eine Datenschutz-Folgenabschätzung wird erforderlichenfalls geprüft.Beispiel: Die Werkzeugprüfung hält fest, wer Lernverläufe sehen darf und wann sie gelöscht werden.
- Verantwortung klären: Schulleitung entscheidet im zuständigen Rahmen; Datenschutzberatung unterstützt. Ansprechperson: .Beispiel: Eine zusätzliche Upload-Funktion wird erst nach Klärung genutzt, auch wenn das Grundprodukt bereits eingesetzt wird.
Werkzeugliste – Freigabe erst nach dokumentierter Prüfung
Produktbeispiele und leere Felder sind keine Freigabe. Stand, zugelassene Jahrgänge, Funktionen und Verantwortliche werden konkret festgehalten.
– Anbieter: . Erlaubter Zweck, Daten, Entscheidung und Prüfdatum separat dokumentieren.
– Rechtsgrundlage, Zugangsbedingungen, notwendige Verträge, Datenflüsse, Aufsicht, Löschung und Alternative dokumentieren.
Nicht zugelassen: Nutzung ohne schulische Freigabe, Weitergabe fremder Accounts, Umgehen von Altersregeln und Eingabe unzulässiger Daten.
Stand: Schuljahr
Muster für einen Freigabevermerk
„Werkzeug und Zugang: [Eintrag]. Lerngruppe: [Jahrgang]. Zweck: [Lernziel]. Zulässige Eingaben: [Angaben]. Nicht erlaubte Funktionen: [Grenzen]. Prüfung und Entscheidung: [Stelle, Datum]. Information / ggf. Einwilligung: [Vorgehen]. Aufsicht, Löschung und Alternative: [Regelung]. Nächste Überprüfung: [Termin].“ Erst die tatsächliche Prüfung macht daraus einen belastbaren Eintrag.
6.2 Rechtlicher Rahmen
| Grundlage | Bedeutung für die Schule |
|---|---|
| DSGVO | Rechtsgrundlage, Transparenz, Datenminimierung und Schutzmaßnahmen gelten auch bei KI. Einwilligung ist nicht für jede schulische Verarbeitung die einzige mögliche Grundlage. Amtlicher Verordnungstext.Beispiel: Persönliche Gesprächsnotizen bleiben im geschützten schulischen Verfahren. |
| EU-KI-Verordnung | Pflichten hängen von System, Verwendungszweck und geltender Fassung ab. Materialentwurf, Leistungsbewertung und Bildungszugang sind nicht gleichzusetzen. Dieses Konzept schließt automatisierte Noten- und Laufbahnentscheidungen aus. EU-Kommission zum AI Act.Beispiel: Eine Übungsfrage erzeugen zu lassen ist keine Erlaubnis, ein System die Versetzung beurteilen zu lassen. |
| Bayerisches Schulrecht | BayEUG, BaySchO, Mittelschulordnung und aktuelle Prüfungsvorgaben bleiben maßgeblich. Schulische Aufgabenregeln dürfen verbindliche Prüfungsbestimmungen nicht ersetzen. BAYERN.RECHT.Beispiel: Die zugelassenen Hilfsmittel für eine Abschlussprüfung werden aus den jeweils geltenden Vorgaben übernommen. |
| Urheberrecht / Persönlichkeitsrechte | Material darf nur im rechtlich zulässigen Umfang verwendet und hochgeladen werden. KI-Ausgaben können Rechte Dritter berühren. Urheberrechtsgesetz.Beispiel: Ein fremdes Schulbuch wird nicht komplett in einen Chat geladen; reale Mitschüler werden nicht als täuschende KI-Figuren nachgebildet. |
| Jugendmedienschutz / Schutzkonzept | Belastende, diskriminierende und täuschende Inhalte werden im schulischen Schutzverfahren bearbeitet.Beispiel: Ein manipulierter Klassenchat-Beitrag wird vertraulich gemeldet und nicht als Unterrichtsbeispiel vor allen gezeigt. |
Die schulischen Schutzregeln dieser Vorlage sind Gestaltungsvorschläge. Rechtliche Einordnung und konkrete Produktfreigabe erfolgen durch die zuständigen Stellen anhand der aktuellen Vorgaben.
6.3 Ethische Leitlinien
- Menschen entscheiden: fachliche Urteile und pädagogische Verantwortung bleiben bei Menschen.Beispiel: Ein Punktestand verdrängt nicht das persönliche Gespräch über Lernschwierigkeiten.
- Transparenz: KI-Anteile werden nach der vereinbarten Aufgabenregel kenntlich gemacht.Beispiel: Unter einer Präsentation stehen der erlaubte KI-Beitrag und die eigenen Arbeitsschritte.
- Fairness: stereotype, diskriminierende oder sachlich einseitige Ausgaben werden hinterfragt.Beispiel: Eine Berufsliste wird darauf geprüft, ob sie Geschlechterklischees reproduziert.
- Teilhabe: Zugang und Unterstützungsangebote hängen nicht vom privaten Einkommen ab.Beispiel: Alle Gruppen erhalten dieselbe Arbeitszeit mit Schulgeräten oder eine passende Alternative.
- Bewusster Ressourceneinsatz: KI nur einsetzen, wenn sie der Aufgabe dient.Beispiel: Eine geplante Bildvariante wird gezielt erstellt, statt viele Varianten ohne Lernzweck zu erzeugen.
6.4 Umgang mit Missbrauch und Meldewege
Bei KI-gestütztem Mobbing, gefälschten Aufnahmen oder belastenden Chats steht der Schutz der betroffenen Person im Mittelpunkt. Keine öffentliche Vorführung, keine Weiterverbreitung und keine vorschnellen Schuldzuweisungen.
- Lernende wenden sich an eine vertraute Lehrkraft, Klassenleitung, Beratungslehrkraft oder Schulsozialarbeit, soweit vorhanden.Beispiel: „Ein Video über mich wird geteilt. Ich brauche Hilfe.“ Die Meldung wird ernst genommen.
- Eltern nutzen die Klassenleitung oder .Beispiel: Die Nachricht wird vertraulich beschrieben, nicht in den Elternchat weitergeleitet.
- Die zuständige Stelle dokumentiert notwendige Angaben geschützt und zieht je nach Situation Schulleitung, Schulpsychologie und weitere Fachstellen hinzu.Beispiel: Zeitpunkt und Plattform werden notiert. Bei verdächtigen sexualisierten Darstellungen wird das weitere Vorgehen mit Fachstellen geklärt, statt Material zu verbreiten.
7Fortbildung des Kollegiums
Fortbildung verbindet fachliche Kontrolle, Unterrichtsgestaltung und sichere Begleitung der Lernenden. Lehrkräfte müssen nicht jedes Produkt kennen, aber Lernziele, Grenzen und die freigegebenen Zugänge beherrschen. Die folgenden Zeitansätze sind Vorschläge für die schulische Planung.
7.1 Fortbildungsformate
| Format | Umsetzung |
|---|---|
| Kurzformate in der Konferenz | 15–20 Minuten zu einem überprüfbaren Unterrichtsbeispiel.Beispiel: Ein Mathematikteam zeigt einen KI-Hinweis, einen fachlichen Fehler und die anschließende Transferaufgabe. |
| Offene Sprechstunde | unterstützt bei Fragen und Materialprüfung.Beispiel: Eine Lehrkraft bringt einen fiktiven Übungsauftrag mit; gemeinsam werden Datenbezug und Lernziel geprüft. |
| Schulinterne Fortbildung | Ein vereinbarter Fortbildungsblock zu Aufgabendesign, Zugängen, Datenschutz und Leistungsbewertung.Beispiel: Drei Stationen: Lernhilfe dosieren, eine Quelle überprüfen, erlaubte KI-Nutzung dokumentieren. |
| Externe Angebote | Geeignete Angebote über ALP/KIKO, FIBS und regionale Beratung auswählen.Beispiel: Nach einer Fortbildung erprobt ein Tandem einen begrenzten Baustein und berichtet über Nutzen und offene Fragen. |
| Gemeinsamer Materialpool | Geprüfte Aufgaben, Kompetenzpass-Bausteine, Hilfekarten und Elterninformationen mit Stand und Zuständigkeit.Beispiel: Zu jeder Aufgabe gehören erlaubte Hilfen, erwartete Eigenleistung und ein Transfer ohne KI. |
| Ganztag / pädagogisches Personal | Einweisung in Zugänge, Aufgabenregeln und Meldewege.Beispiel: An einer Fallkarte wird geübt, wie bei einer unklaren KI-Freigabe nachgefragt wird. |
7.2 Kompetenzziele für Lehrkräfte
- Funktionsweise und Grenzen verständlich erklären.Beispiel: An einer erfundenen Quellenangabe wird gezeigt, warum sprachliche Sicherheit keine Sachrichtigkeit garantiert.
- Fachlich passende, differenzierte Aufgaben und transparente Hilferegeln entwickeln.Beispiel: Eine Übung hat eigene Vorarbeit, begrenzte Hilfe und einen selbstständigen Abschluss.
- Daten, Zugänge, Urheberrecht und Freigabegrenzen beachten.Beispiel: Ein echter Förderbericht wird durch eine allgemeine, nicht personenbezogene Aufgabenbeschreibung ersetzt.
- Eigenleistung durch Prozess und Fachgespräch sichtbar machen.Beispiel: Lernende erklären, weshalb sie einen KI-Vorschlag übernommen oder verworfen haben.
- KI-Kompetenzpass über Jahrgänge abstimmen.Beispiel: Deutsch und Wirtschaft und Beruf verwenden dieselbe einfache Dokumentationsvorlage.
- Meldewege und Unterstützungsangebote kennen.Beispiel: Das Kollegium klärt anhand eines fiktiven Falls die ersten Schritte bei einem verletzenden Deepfake.
8Zuständigkeiten, Eltern und Schulgemeinschaft
Ein tragfähiges Konzept entsteht gemeinsam mit Lehrkräften, Lernenden, Eltern und pädagogischem Personal. Zuständigkeiten werden so festgelegt, dass im Alltag klar ist, wer Fragen beantwortet und wer entscheidet. Die Zuständigkeit der Gremien richtet sich nach den geltenden schulrechtlichen Vorgaben.
8.1 Strukturen und Zuständigkeiten
| Stelle | Aufgabe und Beispiel |
|---|---|
| KI- / Medienkoordination | pflegt Konzept und Werkzeugübersicht und koordiniert Erprobung und Beratung. Entlastung: .Beispiel: Eine neue Funktionsidee wird zunächst mit Zweck, Datenbedarf und betroffener Altersgruppe beschrieben. |
| Schulleitung | Verantwortet schulische Entscheidungen im zuständigen Rahmen und sorgt für Prüfung, Information und Umsetzung.Beispiel: Eine Erprobung wird auf festgelegte Klassen und Funktionen begrenzt; offene Rechtsfragen werden vorab geklärt. |
| Lehrerkonferenz / Fach- und Jahrgangsteams | Stimmen Lernziele, Aufgabengestaltung und Dokumentation ab; beteiligen sich entsprechend ihren Zuständigkeiten.Beispiel: Die Jahrgangsteams vereinbaren gemeinsame Regeln für KI-Hilfe bei Hausaufgaben. |
| Schulforum / zuständiges Gremium | wird mit seinen gesetzlichen Aufgaben beteiligt.Beispiel: Eine neue Fassung wird mit den vorgesehenen Beteiligten beraten und der Beschluss dokumentiert. |
| Elternbeirat | Bringt Rückmeldungen ein und unterstützt verständliche Kommunikation.Beispiel: Die Elternfassung wird darauf geprüft, ob Regeln ohne technisches Vorwissen verständlich sind. |
| SMV / Klassenrat | Lernende wirken an verständlichen Regeln und Rückmeldungen mit.Beispiel: Die SMV schlägt Beispiele für eine faire Kennzeichnung und Hilfe bei manipulierten Bildern vor. |
| Ganztag / Beratung / Jugendsozialarbeit | Setzen abgestimmte Regeln um und unterstützen bei Problemen entsprechend ihrer Aufgaben.Beispiel: Alle kennen den vertraulichen Meldeweg und die Grenze zwischen Lernhilfe und Aufgabenübernahme. |
8.2 Technische Infrastruktur
- Schulisch freigegebene Konten und passende Zugangssteuerung.Beispiel: Ein Lernraum wird nur für die betreffende Gruppe und den vereinbarten Zeitraum genutzt.
- Ausstattung: .Beispiel: Partnerarbeit mit Schulgeräten und Hilfekarten ermöglicht Beteiligung ohne private Ausstattung.
- Dienstliche Nutzung über vereinbarte Zugänge; keine Weitergabe persönlicher Konten.Beispiel: Die Lehrkraft demonstriert einen zulässigen Zugang und blendet persönliche Benachrichtigungen aus.
- Beschaffung, Support und Prüfung gemeinsam mit den zuständigen Stellen organisieren.Beispiel: Vor einer Lizenzentscheidung werden Kosten, Datenverarbeitung, pädagogischer Zweck und Betreuung geklärt.
8.3 Kommunikation mit den Eltern
- Zu Schuljahresbeginn verständlich über Ziele, Zugänge, Aufgabenregeln und Kontakte informieren.Beispiel: Der Elternbrief erläutert die drei möglichen Aufgabenregeln aus Kapitel 5.
- Altersbezogene Elternabende oder kurze Informationsangebote vorsehen.Beispiel: In Klasse 5/6 geht es um Begleitung und Datenschutz; in Klasse 8/9 um Eigenleistung, Bewerbung und Medienmanipulation.
- Aktuelle Konzeptfassung und tatsächlich freigegebene Werkzeuge zugänglich machen.Beispiel: Die Schulhomepage nennt Stand und Ansprechperson; allgemeine Produktbeispiele werden nicht als Freigabeliste ausgegeben.
- Änderungen verständlich mitteilen.Beispiel: Bei einer neuen Funktion wird erklärt, welche Daten und Aufgaben betroffen sind und wie die Nutzung begleitet wird.
KI zu Hause – Empfehlungen an die Eltern
- Lassen Sie sich zuerst den Arbeitsauftrag und den eigenen Versuch zeigen.Beispiel: Fragen Sie: „Was ist erlaubt? Was hast du selbst schon herausgefunden?“
- Unterstützen Sie durch Rückfragen statt durch fertige KI-Lösungen.Beispiel: Nach einer erlaubten Erklärung soll Ihr Kind den Inhalt in eigenen Worten wiedergeben.
- Erwarten Sie kein privates Abo und richten Sie kein Konto zur Umgehung von Altersregeln ein.Beispiel: Wenn ein Zugang fehlt, wird mit der Lehrkraft eine gleichwertige Lösung vereinbart.
- Schützen Sie persönliche Angaben und vertrauliche Unterlagen.Beispiel: Ein echtes Zeugnis oder ein Bewerbungsfoto wird nicht zur schnellen Überarbeitung in einen allgemeinen Chat geladen.
- Sprechen Sie über Fehler, Manipulation und persönliche Grenzen.Beispiel: Eine beunruhigende Aufnahme wird nicht weitergeteilt; eine vertraute Person hilft beim Klären.
- Achten Sie auf eigenständige Übungsphasen und einen gesunden Umgang.Beispiel: Vor der Prüfung wird ohne KI geübt. Persönliche Sorgen werden mit Menschen besprochen, nicht allein mit einem Chatbot.
9Evaluation und Weiterentwicklung
Entscheidend sind fachliches Lernen, reflektierter Umgang und verlässliche Schutzregeln. Weder die Zahl erzeugter Texte noch die Nutzungsdauer einer Anwendung belegen für sich einen Lernerfolg. Das Konzept wird mit überschaubarem Aufwand regelmäßig überprüft.
9.1 Evaluationsrhythmus
| Zeitraum | Maßnahme |
|---|---|
| Laufend | Erfahrungen, Fehler und Rückfragen sammeln; betroffene Regeln bei Bedarf anpassen.Beispiel: Eine erfundene Quellenangabe wird zum Anlass, den Quellencheck in die Aufgabe aufzunehmen. |
| Jährlich | Bilanz im Kollegium mit Rückmeldungen von Lernenden und Eltern; Kompetenzpass und Zugänge überprüfen.Beispiel: Ein Jahrgangsteam vergleicht eigene Schülerlösungen nach Übungen mit und ohne KI-Hinweis, ohne daraus vorschnell einen ursächlichen Effekt abzuleiten. |
| Alle zwei Jahre | Das Gesamtkonzept mit den zuständigen Beteiligten überarbeiten und Beschlüsse dokumentieren.Beispiel: Jahrgangsprogression, Fortbildungsbedarf und Berufsorientierung werden gemeinsam betrachtet. |
| Anlassbezogen | Auf neue Vorgaben, geänderte Funktionen und konkrete Vorfälle reagieren.Beispiel: Eine neue Upload-Funktion bleibt bis zur Klärung ungenutzt. |
9.2 Evaluationsinstrumente
- Kurzabfrage im Kollegium: Einsatz, Lernziel, beobachteter Nutzen, Unsicherheit, Fortbildungsbedarf.Beispiel: Nicht „Wie oft benutzt?“, sondern „Was konnten die Lernenden danach selbst erklären?“
- Rückmeldung der Lernenden nach Jahrgangsstufen.Beispiel: „Welchen KI-Hinweis hast du geprüft? Was kannst du jetzt ohne Hilfe?“
- Rückmeldungen aus Elternbeirat, SMV und Ganztag.Beispiel: Wenn die Aufgabenregel unklar war, wird ihre Formulierung verbessert.
- Abgleich mit aktuellen offiziellen Hinweisen und passenden Forschungsdaten.Beispiel: Eine Studienkennzahl wird mit Jahr und Altersgruppe vermerkt; sie wird nicht als Messung unserer Schule ausgegeben.
PRISMA-Fragen für die jährliche Bilanz
| Bereich | Umsetzung |
|---|---|
| P – Potenziale | Wo hat KI einen konkreten Zugang zum Lernen erleichtert?Beispiel: Eine sprachliche Erklärung half beim Verstehen eines Fachbegriffs. |
| R – Risiken | Welche fachlichen Fehler, Datenfragen oder problematischen Nutzungen traten auf?Beispiel: Die Rückmeldung führte zur deutlicheren Begrenzung einer Upload-Funktion. |
| I – Integration | Passt der Einsatz in Fachunterricht, Förderung und Berufsorientierung?Beispiel: Doppelte Dokumentation wird durch eine gemeinsame Vorlage ersetzt. |
| S – Skills | Welche Kompetenzen brauchen Kollegium und Lernende noch?Beispiel: Ein zusätzlicher Baustein zum Quellencheck wird in Klasse 7 eingeplant. |
| M – Mehrwert | Was gelingt eigenständig besser, und was bleibt unklar?Beispiel: Die Erklärung einer neuen Aufgabe zählt stärker als ein schön formulierter KI-Text. |
| A – Analyse | Was wird beibehalten, verändert oder beendet?Beispiel: Eine Erprobung wird mit Verantwortlichkeit und Überprüfungstermin weitergeführt. |
10Anhang
10.1 Definitionen – verständlich erklärt
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| KI / AI | Künstliche Intelligenz bezeichnet unterschiedliche technische Verfahren, die Aufgaben wie Mustererkennung oder die Erzeugung von Inhalten bearbeiten. KI ist nicht mit menschlichem Verstehen gleichzusetzen.Beispiel: Ein System erkennt Muster in Bildern; ein anderes erstellt Text. |
| Sprachmodell | Ein auf vielen Beispielen trainiertes Modell erzeugt Text anhand gelernter Muster und des eingegebenen Kontexts. Flüssige Sprache garantiert keine Wahrheit.Beispiel: Eine überzeugende Erklärung kann eine falsche Rechnung enthalten. |
| Prompt | Eine Eingabe mit Aufgabe, Kontext und gewünschten Grenzen. Ein genauer Prompt kann helfen, ersetzt aber keine Prüfung.Beispiel: „Gib nur einen Hinweis und warte auf meinen Versuch.“ |
| Halluzination | Eine inhaltlich falsche oder unbelegte KI-Ausgabe, die zutreffend wirken kann.Beispiel: Eine angebliche Studie ist unter dem genannten Titel nicht auffindbar. |
| Deepfake | Täuschend echt wirkende, durch KI erzeugte oder manipulierte Bild-, Ton- oder Videoinhalte.Beispiel: Eine gefälschte Aufnahme scheint eine reale Person etwas sagen zu lassen. |
| Bias | Systematische Verzerrung oder Einseitigkeit, etwa durch Daten, Gestaltung oder Verwendung eines Systems.Beispiel: Eine Berufsdarstellung ordnet Tätigkeiten stereotyp einem Geschlecht zu. |
| Personenbezogene Daten | Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare Person beziehen. Auch Kombinationen können jemanden erkennbar machen.Beispiel: Schule, Klasse und ein besonderes Ereignis können zusammen eine Person identifizierbar machen. |
| Pseudonym | Ein Ersatzname. Kann die Information einer Person wieder zugeordnet werden, ist sie nicht automatisch anonym.Beispiel: „Lernende17“ ist über eine geschützte Liste zuordenbar. |
| Eigenleistung | Der selbst erarbeitete und verantwortete Anteil einer Aufgabe. Erlaubte Hilfen müssen nach Aufgabenregel offengelegt werden.Beispiel: Ich kann erklären, weshalb ich einen Vorschlag übernommen oder verworfen habe. |
| DSGVO | Die europäische Datenschutz-Grundverordnung regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten.Beispiel: Die Schule klärt Zweck, Rechtsgrundlage, Zugriffe und Löschung. |
| AI Act | Die europäische KI-Verordnung enthält Regeln für KI-Systeme; Pflichten hängen unter anderem vom Einsatzzweck ab.Beispiel: Ein allgemeiner Textentwurf wird anders geprüft als ein Bewertungssystem. |
| PRISMA | Prüfraster der Referenz: Potenziale, Risiken, Integration, Skills, Mehrwert und Analyse.Beispiel: Vor und nach einer Erprobung werden dieselben sechs Perspektiven betrachtet. |
| DaZ | Deutsch als Zweitsprache. Sprachliche Unterstützung soll den Zugang zum Fachlernen erleichtern.Beispiel: Ein Fachwort wird mit kurzer Erklärung, Beispiel und ggf. Übersetzung erschlossen. |
Wörter, die du kennen solltest
10.2 Weiterführende Quellen und Ressourcen
- Bayerisches Kultusministerium: Künstliche Intelligenz in Schule und Unterricht – amtlicher Ausgangspunkt zu schulischen KI-Angeboten, Qualifizierung und dem dort verlinkten Handlungsleitfaden (Version 19.05.2026).
- LehrplanPLUS Mittelschule – fachliche Verankerung passend zur jeweiligen Jahrgangsstufe und Regel- oder M-Klasse prüfen.
- BAYERN.RECHT – amtliche bayerische Rechtsgrundlagen; BayEUG, BaySchO und Mittelschulordnung in der geltenden Fassung heranziehen.
- DSGVO auf EUR-Lex und EU-Kommission zur KI-Verordnung – Ausgangspunkte für die rechtliche Prüfung.
- Alles / Falck / Flick / Schulz: KI-Kompetenzen für Lehrende und Lernende – Verstehen, Anwenden, Reflektieren und Mitgestalten als didaktische Orientierung.
- mpfs: KIM- und JIM-Studien – Altersgruppen und Erhebungsjahr beachten; keine Aussagen über die eigene Schule ohne eigene Erhebung.
- Grundschul-Referenzkonzept – Grundlage für Gestaltung, Kapitelstruktur, Funktionen und das dort verwendete PRISMA-Raster.
- Beispiel: Die tatsächlich zuständige Beratung digitale Bildung benennen; keine pauschalen Kontaktpersonen oder Zuständigkeiten annehmen.
Produkte und Praxisressourcen – gezielt auswählen
Diese Übersicht beschreibt Einsatzideen und Informationsquellen, keine Freigabeliste. Aktuelle Funktionen, Zugangsbedingungen und Eignung werden vor dem Einsatz geprüft.
- ByCS-KI und AIS.chat – Informationen des Kultusministeriums: schulische Angebote als Ausgangspunkt für die Zugangswahl. Praxisidee: zeitlich begrenzter Lernpartner mit Hinweisen statt Komplettlösung.
- BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit: Berufsinformationen, kein KI-Chatbot. Praxisidee: eine KI-Aussage über Tätigkeiten mit einer tatsächlichen Berufsbeschreibung vergleichen.
- klicksafe: Materialien zur Medienbildung. Praxisidee: einen altersgerechten Baustein zu Manipulation und sicherem Verhalten auswählen.
- Internet-ABC: KI: verständlicher Einstieg, besonders für jüngere Lerngruppen oder sprachliche Unterstützung. Praxisidee: eine Grundregel prüfen und auf eine eigene Situation übertragen.
- ALP / KIKO und Beratung digitale Bildung: Fortbildungsinformationen über das Kultusministerium. Praxisidee: ein Jahrgangsteam entwickelt nach einer Fortbildung einen gemeinsamen, überprüften Unterrichtsbaustein.
Praktikabler Team-Ablauf: Ein Entwurf, eine zweite fachliche Prüfung, eine begrenzte Erprobung und eine kurze Bilanz. Erst geprüfte Materialien werden mit Datum und Zuständigkeit gemeinsam weiterverwendet.
10.3 Änderungshistorie
| Version | Datum / Beschreibung |
|---|---|
| 1.0 · Mittelschule | 17.09.2026 – Referenz in Gestaltung und Funktionen übernommen; Inhalte, Kompetenzprogression, Aufgabenregeln und Praxisbeispiele für Klassen 5–10 in FRG und REG neu gefasst. Arbeitsvorlage, kein schulischer Beschluss. |
| Schulische Fassung | – Anpassung und Beschluss der jeweiligen Schule. |